Thermometer

Thermometer

Wie wird eigentlich ein Thermometer hergestellt? Und woher weiß es, wo 0°C sind? Dieser Frage sind wir im Nordhessischen Kaufungen nachgegangen. Dort durften wir beobachten wie in Handarbeit mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl Präzisionsthermometer hergestellt werden. Auf den Zehntel Millimeter genau werden die einzelnen Glasteile miteinander verbunden. Die Glasapparatebauerin bläst das Gefäß fürs Petroleum. Nur wer ganz genau hinschaut, sieht, wie sich die Rundung etwas stärker wölbt. Mit schmelzendem Eis kann man den Nullpunkt kalibrieren … wenn man’s kann. Schon die Kapillare im Thermometer ist kaum sichtbar. Die Glaskapillare mit der das Petroleum bis zum Nullpunkt abgesaugt wird, nur noch ein Hauch. Ein spannendes Handwerk.

Zange

Zange

1975 haben wir einen Film über die Herstellung einer Kombizange gemacht. Fast 45 Jahre später hat sich viel verändert in der Industrie und wir fragen uns, ob das auch den Herstellungsprozess einer Kombizange betrifft. Warum also nicht wieder einen Film über die Herstellung im Jahr 2019 machen? Es hat sich zwar einiges verändert, aber vieles ist auch gleich geblieben. Und ganz nebenbei, auch die Art, wie wir hier Sachgeschichten machen, ist nicht dieselbe geblieben. Auch wenn sich an der zugrundeliegenden Idee in all den Jahren nichts verändert hat. Für die letzte Geschichte des Jahres und die erste in einer Reihe von Remakes sind wir ins winterliche Thüringen gefahren, wo tatsächlich noch Zangen hergestellt werden. Eine lichtdurchflutete Fabrik mit netten Mitarbeitenden hat uns Schritt für Schritt der neuen Zange näher gebracht. SCHMIEDEN – ABFLÜGELN – ZUSAMMENNIETEN, all das sieht heute noch ähnlich aus. Was sich verändert hat, seht ihr im nächsten Jahr im neuen Zangenfilm. Bis dahin einen schönen FLASHback.

SOFIA

SOFIA

Es gibt ein Flugzeug, das öffnet während des Fluges eine riesige Tür – normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit. Damit der Luftdruck in der Kabine konstant bleibt und Luftschwingungen das Flugzeug nicht zerstören, müssen Türen im Flug fest verriegelt werden. Eine Tür die sich öffnet trotzdem zu bauen, hat die NASA gut 10 Jahre gekostet.
Diese Tür dient nicht zum Ein- oder Aussteigen oder zum Beladen, sondern dahinter ist ein großes Teleskop, gebaut im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Das besondere Flugzeug trägt den Namen SOFIA. Das steht für Stratosphären Observatorium für Infrarotastronomie. NASA und DLR fliegen mit SOFIA in gut 14 Kilometern Höhe und empfangen infrarote Strahlung. Wissenschaftler sammeln so Daten, die ihnen helfen mehr über die Entstehung von Sternen und Planeten zu erfahren.
Normalerweise fliegt das Flugzeug über dem Westen der USA oder in Neuseeland. Passend zum Maus Türöffnertag ist SOFIA aber nach Stuttgart gekommen, dem Sitz des Deutschen SOFIA Instituts. Von dort startete die erste wissenschaftliche Mission über Europa und zum ersten Mal wurde dort die Tür am Boden geöffnet und man konnte das Teleskop bestaunen. Wir waren bei diesem besonderen Moment dabei und konnten auch die Wissenschaftler bei ihrer Mission über Europa begleiten.
Am 6.Oktober lief dann in der Sendung mit der Maus die Geschichte über SOFIA, den Luftdruck und viele kleine Bausteine, die man normalerweise nicht sieht.   

Leverkusener Autobahnbrücke

Leverkusener Autobahnbrücke

Seit 2015 begleiten wir den Neubau der Leverkusener Autobahnbrücke. Bisher hat die Geschichte drei Teile. Im ersten Teil erklären wir, warum eine neue Brücke nötig ist. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Planung der neuen Brücke, einer Seilprüfanlage, dem Brückenmodell im Windkanal und dem Fundament der Brückenpfeiler. Wie es damit weitergeht und wie das mit dem Fundament unter Wasser genau funktioniert, zeigen wir im dritten Teil. Sobald es an unseren Pfeilern weitergeht, besuchen wir die Brücke wieder.

Hier geht es zu den Making-Of Fotos der einzelnen Filme:

und hier gibt’s nochmal alle zusammen:

Leverkusener Autobahnbrücke II

Leverkusener Autobahnbrücke II

Autokatalysator

Autokatalysator

Ein Projekt, das 2015 unter dem Motto „Machen-wir-mal-eben-zwischendurch-bevor-die-ganzen-großen-Sachen-anstehen“ gestartet ist. Dass es dann nicht in dem Sinne „mal eben“ über die Bühne gegangen ist, hat im Wesentlichen zwei Gründe:

1. In der Automobilindustrie klaut jeder von jedem und niemand will Gefahr laufen, wertvolles Know-how preiszugeben – was die Suche nach geeigneten Drehorten deutlich erschwert. Man sollte meinen, wer schon im Innersten eines Atomkraftwerks oder auch im Hühnerstall des Papstes gewesen ist, kommt überall rein. Zugegebenermaßen ist der Konkurrenzkampf in diesen Branchen jedoch eher gering.

2. So ein Katalysator ist schon ein ziemlich komplexes Ding. Mit jeder Frage, die man beantwortet, durchbricht man gleichzeitig eine Wand, hinter der schon die nächsten Fragen lauern. An sich kein Einzelfall – im Grunde gehört sowas zum Wesen einer Recherche – dennoch macht es einen Unterschied, ob man nun die Wechselwirkungen verschiedener chemischer Reaktionen oder aber die Herstellung eines Zahnstochers ergründen will.

Es braucht Knobelei und Vorstellungskraft, sowie zwei mehrstündige Sitzungen mit einem Chemieprofessor, bis der Plan für das Modell steht.
Ein Projekt, das sich als schwieriger als vorerst angenommen herausgestellt, uns alle gefordert und, wahrscheinlich genau deshalb, am Ende so viel Spaß gemacht hat.

Leverkusener Autobahnbrücke I

Leverkusener Autobahnbrücke I

Satellitenbau

Satellitenbau

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon mal bei Google Maps einen Ort gesucht oder sich einfach aus Spaß irgendwo ganz genau „umgesehen“. Solche Weltreisen im Internet sind möglich, aber wie funktioniert das eigentlich? Es fliegen ja sicherlich keine Fotoapparate im Weltall herum.

Zusammen mit Siham El-Maimouni sind wir der Sache auf den Grund gegangen und dafür zuerst mal nach Toulouse gereist. Dort werden Spezialkameras gebaut, die später ins Weltall fliegen und zwar  an Bord eines Satelliten.

Und was ist ein Satellit? Um das zu beantworten sind wir weiter an den Bodensee gefahren. Satelliten sind künstliche Flugkörper und werden dort gebaut und zwar in einem sogenannten Reinraum. Ein kleinstes Staubkorn oder ein Härchen könnten bereits zu Schäden oder Verschmutzungen an der sensiblen Technik des Satelliten führen und somit zu fatalen Folgen auf seiner Mission im Weltall. Also: Alle Spezialkleidung, Kittel, Haube, Sicherheitsschuhe und Handschuhe an, erst dann darf man den Reinraum betreten. Dort können wir drehen, wie ein Satellit gebaut wird und was er alles dabei haben muss, damit er seine Fracht an die richtige Stelle im All bringen und über Jahre dort zuverlässig bewegen kann.

Weitere Stationen unserer Drehreise sind Lampoldshausen, dort werden Triebwerke für Satelliten gebaut, das Missionskontrollzentrum der ESA in Darmstadt und das Europäische Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC in Noordwijk an der holländischen Küste. Dort wird der Satellit noch mal getestet. Er kommt z.B. auf einen sogenannten Multishaker, wo er einmal ordentlich durchgeschüttelt wird, so wie später beim Start der Rakete.

Und an diesem schönen Ort können wir dann nach Feierabend noch die letzten Sonnenstrahlen genießen und einen Sprung in die Nordsee wagen. Es ist schließlich Sommer und man ist ja nicht jeden Tag am Meer.